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11.07.18 11:38 Alter: 6 Tage

Mit der „Sara Maatje IV“ zu Deutschlands größtem Ölfeld

Kategorie: Presse, Presse

„Landrat vor Ort“ – Stefan Mohrdieck zu Besuch auf der Mittelplate / egeb: Wirtschaftsförderung und Meldorfer CAT organisieren Exkursion der besonderen Art

Vorschriftsmäßig ausgerüstet und gekleidet auf der Mittelplate (v. li.): egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau, egeb-Logistikexperte Roy Kühnast, Meldorfs Bürgermeisterin Anke Cornelius-Heide, Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck, DEA Betriebsleiter Wolfgang Faist, Dennis Behrens und Marcel Müller von der CMA sowie Stefan Schüning, Prokurist des Centrums für Angewandte Technologien. (Foto: egeb)

Künstliche Insel im Wattenmeer: Die Mittelplate. (Foto: egeb)

Friedrichskoog/Cuxhaven, 10.07.2018 – Einen Umweg der besonderen Art musste Landrat Stefan Mohrdieck nehmen, um über Cuxhaven schließlich zu Dithmarschens westlichstem Außenposten zu gelangen. Mit der „Sara Maatje IV“ erreichte er bei leichtem Nebel und ruhiger See die Mittelplate und zeigte sich beeindruckt. „Seit mehr als 30 Jahren wird hier im National- park Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer mit Hochleistungs- technologie und unter strengsten Sicherheitsauflagen Erdöl gefördert. Ich konnte mich insbesondere davon überzeugen, wie verantwortungsvoll die Betreiber mit dem Thema Umwelt- schutz umgehen,“ erklärte Mohrdieck nach einer mehrstündigen Führung, auf der er von Meldorfs Bürgermeisterin Anke Cornelius-Heide, Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb: Wirtschaftsförderung, und weiteren Mitarbeitern der egeb, des Centrums für Angewandte Technologien (CAT) sowie der CM-Automation GmbH begleitet wurde.

Bereits seit Herbst 1987 wird Deutschlands größtes und förder- stärkstes Ölfeld von der künstlichen Insel vor Friedrichskoog aus erschlossen. Betriebsleiter Wolfgang Faist und Betriebs- führer Martin Buttchereit von der DEA Deutsche Erdoel AG berichteten, dass von den ursprünglich 100 Millionen Tonnen Erdöl etwa 30 Millionen gefördert worden seien. Weitere 20 bis 25 Millionen Tonnen gelten noch als gewinnbar. Damit könne das bedeutende Ölvorkommen vor der Nordseeküste auch in den kommenden Jahren noch einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland leisten.

Interessiert waren die Exkursionsteilnehmer auch an den wirtschaftlichen Kennzahlen. „Wir haben mit der Mittel- plate einen der bedeutendsten Arbeitgeber in der Region. Immerhin hängen etwa 1.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Ölförderung vor Dithmarschens Küste ab“, erläuterte Martina Hummel-Manzau. Ein Teil dieser Arbeitsplätze befindet sich auf der Bohrinsel. Um die Förderplattform zu versorgen und die Crew zu befördern, legt die „Sara Maatje IV“ zweimal täglich in Cuxhaven ab. Außerhalb der Schichten leben die Mitarbeiter auf der Förderinsel in gut ausgestatteten Wohndecks.

Von besonderer Bedeutung ist der Umweltschutz und damit der Schutz des Schleswig-Holsteinischen Watten- meers, das seit 1985 als Nationalpark deklariert ist. Die Anlage befindet sich in der Schutzzone 2, die nur bestimmte Nutzungen zulässt. Dazu sei ein bislang einzigartiges Umweltschutzkonzept mit sehr hohen Sicherheitsstandards erstellt worden. Es sorge dafür, dass die Mittelplate den besonderen Bedingungen des ökologisch sensiblen Fördergebiets gerecht werde, so Wolfgang Faist und Martin Buttchereit.

Die Gegebenheiten haben zu einem innovativen Bohrkonzept geführt, das zum einen sehr sicher ist und zum anderen die Fördergeschwindigkeit erhöht hat. Eine elektrisch betriebene, emissionsfreie Bohranlage, die über eine Gesamtleistung von 10.000 PS verfügt, ermöglicht verzweigte Bohrungen bis zu 8.000 Meter Länge. Er- gänzt wird die Anlage auf der Bohrinsel durch die Landstation Dieksand. Von dort aus werden die Bohrungen sehr weit über eine Länge von bis zu 9.275 Meter abgelenkt. Weitere Informationen: www.mittelplate.de

Die egeb: Wirtschaftsförderung
Die egeb: Wirtschaftsförderung wird zu gleichen Anteilen von den Kreisen Dithmarschen und Steinburg sowie der Stadt Brunsbüttel getragen. Zu den Aufgaben der egeb gehören alle innovativen Tätigkeiten, die sich mit der Förderung der regionalen Wirtschaft im weitesten Sinne befassen, angefangen bei der Planung und Förderung von Neuansiedlungen bis zur Geschäftsführung von Unternehmen der öffentlichen Hand.