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10.07.19 10:56 Alter: 71 Tage

In gemütlichem Tempo Bus fahren – ohne Fahrer

Kategorie: Presse, Presse

Pilotprojekt in Lunden geplant / Computergesteuerter Elektrobus als Zubringer auf kurzen Strecken / Erste Fahrten bereits in Keitum auf Sylt

Berichtete über den Einsatz von autonomen Elektrobussen: Marco Kalkhorst von der GreenTec Campus GmbH in Enge-Sande. (Foto: Kienitz/egeb

Brunsbüttel, 08.07.2019 – Ein vollständig autonom fahrender Elektrobus, der im gemütlichen Tempo zwischen Lehe und Lunden fährt und bis zu zwölf Personen befördern kann. An Bord ist zunächst noch ein Operator, der den „Kollegen Computer“ notfalls per Joystick stoppen kann. Was noch wie Science-Fiction klingt, ist in Keitum auf Sylt bereits Realität. Dort werden auf diese Weise an fünf Tagen in der Woche bereits Einwohner und Touristen auf einem fest vorgegebenem zwei Kilometer langen Weg mit fünf Haltestellen transportiert.

Der Test verläuft bislang erfolgreich, so dass bereits die nächste Strecke im nördlichen Dithmarschen geplant ist. „Noch muss immer ein Operator an Bord sein. Aber wir setzen uns dafür ein, dass der künftig in einer Zentrale sitzt und fünf oder mehr Linien im Auge behält. Dazu müssen aber die gesetzlichen Vorgaben geändert werden“, berichtete Marco Kalkhorst beim jüngsten Energieforum der egeb: Wirtschaftsförderung in Brunsbüttel.

Der Referent ist bei der GreenTec Campus GmbH auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in Enge-Sande für das Projekt NAF-Bus zuständig. Dabei handelt es sich um die Idee eines „Nachfragegesteuerten-Autonom-Fahrenden Bus“, der per Handy angewählt wird und die Fahrgäste vor Ort abholt. Doch bis es soweit ist, müssen noch viele Testkilometer absolviert werden. „Dabei gibt es die technischen Voraussetzungen bereits. Wir setzen nur solche Fahrzeuge ein, die es auf dem Markt serienmäßig zu kaufen gibt“, erläuterte Marco Kalkhorst den Teilnehmern der Veranstaltung im Besucherzentrum des Kernkraftwerks. Technisch stellen bislang nur starke Wetterereignisse oder natürlich wachsende Strukturen entlang des Weges eine Herausforderung dar.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie untersuchen Experten nicht nur verschiedene Szenarien, sondern testen auch die Umsetzbarkeit im Alltag. Dabei werden dann auch bereits die künftigen Genehmigungsverfahren für autonome Busse in Schleswig-Holstein angedacht. Handlungsbedarf sieht der Referent vor allem im Bereich der Gesetzgebung. Bislang dürfen die autonomen Fahrzeuge lediglich 15 Stundenkilometer „schnell“ sein, er wünschte sich zumindest eine Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Zudem ist die Mitfahrt eines Operators vorgeschrieben. Auf Dauer sei ein autonomes Fahren jedoch nur ohne Fahrer sinnvoll. Stattdessen könne ein Spezialist auf den Bildschirmen mehrere Routen kontrollieren und gegebenenfalls eingreifen. „Ganz ohne eine solche Überwachung werden wir aber wohl nie auskommen“, so Marco Kalkhorst abschließend.

Zuvor hatte Volker Jahnke die Gäste in das Thema eingeführt. Kennengelernt hatte er den Vertreter des GreenTec Campus auf der Hannover-Messe. Die egeb: Wirtschaftsförderung und das innovative Unternehmen waren gemeinsam auf dem schleswig-Holsteinischen Gemeinschaftsstand der weltweit größten Industriemesse vertreten.

Die egeb: Wirtschaftsförderung
Die egeb: Wirtschaftsförderung wird zu gleichen Anteilen von den Kreisen Dithmarschen und Steinburg sowie der Stadt Brunsbüttel getragen. Zu den Aufgaben der egeb gehören alle innovativen Tätigkeiten, die sich mit der Förderung der regionalen Wirtschaft im weitesten Sinne befassen, angefangen bei der Planung und Förderung von Neuansiedlungen bis zur Geschäftsführung von Unternehmen der öffentlichen Hand.